Schatten
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Kammermusikkonzert - Klaviertrio

Friedrun Vollmer, Violine
Elisabeth Fürniss, Violoncello 
Andreas Küper-Wohlers, Klavier

 

Romantik - was dann? 

Sehnen und Suchen nach neuen Wegen

 

Die Suche nach einem gangbaren Weg aus der Romantik verbindet Dmitri Schostakowitsch, sein Schüler Alfred Schnittke und Astor Piazzolla. Alle drei beschreiten diesen schwierigen Weg unterschiedlich, und schließlich erfolgreich. Schostakowitschs erstes Klaviertrio beschreibt deutlich seine Brahms‘sche Herkunft und lässt zugleich Schostakowitschs unverwechselbare zukünftige Stimme erahnen. Alfred Schnittke verbeugt sich vor der offenen Emotionalität der Romantik in dieser Hommage an das Leben und bettet seine Dankbarkeit in die ihm eigene Polystilistik innerhalb einer neuen Melancholie, ohne Rücksicht auf Kritik will er ernste und leichte Musik vereinigen. So auch Piazzollas Weg: schließlich gelingt ihm die Verwandlung eines alten Genres in den „Tango Nuevo,“ dessen Siegeszug durch die Konzerthäuser im Nachhinein unausweichlich erscheinen mag.

 

 

Die Geigerin Friedrun Vollmer studierte in Leipzig, Dresden und Weimar und war anschließend als Kammermusikerin, an der Oper Erfurt und der Staatskapelle Weimar tätig. Seit 2018 leitet sie die Westfälische Schule für Musik in Münster. Die amerikanisch-jüdische Hamburgerin Elisabeth Fürniss studierte Cello in London und Los Angeles und ist seit 1990 Cellistin im Sinfonieorchester Münster und unterrichtet an der Musikhochschule. Der gebürtige Münsteraner Andreas Küper-Wohlers studierte Klavier in Dortmund und unterrichtet nun selbst an den Universitäten in Münster und Dortmund. Zum Trio zusammengefunden haben die drei sich 2018 und widmen sich neben der Standardliteratur Besonderheiten, wie den Werken Fritz Volbachs, dessen quirliges Wirken die Musikkultur in Münster bis heute stark geprägt hat.