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Beginn der Konzertsaison 2022 mit dem Duo Liv Migdal und Shaghajegh Nosrati


Die international erfolgreiche Violinistin Liv Migdal mit ihrer kongenial musikalischen Weggefährtin Shaghajegh Nosrati
Liv Migdal & Shaghajegh Nosrati
Liv Migdal & Shaghajegh Nosrati

Nach der für uns alle sehr fordernden Konzertsaison 2021 freuen wir uns nun ungemein, dass wir mit Ihnen gemeinsam in den Konzertsommer 2022 starten konnten! Den Auftakt machte das Duo Liv Migdal (Geige) und Shaghajegh Nosrati (Klavier).

"Mit einem außergewöhnlichen Konzert wurden am Samstagabend im Haus der Klaviere in  Dülmen-Hiddingsel die Liebhaber feinster Kammermusik verwöhnt. Gernot Gottschling konnte die sympathischen Künstlerinnen Liv Migdal und Shaghajegh Nosrati für einen Duo-Abend gewinnen, die mit ihrer exquisiten Musizierkunst einfach jeden Besucher in ihren Bann zogen.

Die Violinistin Liv Midgdal ist mittlerweile international auf allen großen Konzertbühnen präsent, gilt als eine führende Vertreterin der jungen Violinistengeneration.

Mit der Pianistin Schaghajew Nosrati hatte sie eine kongeniale musikalische Weggefährtin, die sowohl solistisch als auch kammermusikalisch mit ihrem kultivierten Spiel ebenfalls international renommiert ist. Sie wusste den Klangfarbenreichtum des großen Bösendorfer Konzertflügels mit feinster Pianistik in den bis ins kleinste Detail stimmigen Dialog einzubringen.

Beide Musikerinnen stellten ihre spieltechnischen Qualitäten immer in den Dienst der musikalischen Gestaltung, war man vom ersten Ton der „Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 d-Moll op. 121“ von Robert Schumann gefesselt von dieser innigen Musizierkunst. Dieses anspruchsvolle Werk, das vom Komponisten selber als „Große Sonate“ bezeichnet wurde, stellt mit seiner Virtuosität eine Herausforderung für jede Violinistin dar. Hinter all den hohen spieltechnischen Herausforderungen gilt es dem Inhalt jenseits des reinen Notenmaterials ein facettenreiches Gewand zu verleihen, den fast sinfonischen Dimensionen gerecht zu werden. Liv Migdal konnte hier mit ausdrucksvollem und wohl differenziertem Spiel ihre ganzen Qualitäten zeigen.  Besonders in den langsamen Passagen erstrahlten die Schönheiten des Werkes mit wohl moduliertem Melodiespiel, erhob sich der warme Klang ihrer Violine über dem pianistischen Part. Die Pianistin Shaghajegh Nosrati zeigte sich als wahre Begleiterin, die mit Akribie und Feinsinn agierte.

Für viele Besucher waren die „Sechs Stücke für Violine und Klavier“ der Schwedischen Komponistin und Violinistin Amanda Maier aus dem Jahre 1879 sicherlich eine ganz neue Erfahrung. Bei den Stücken spürte man wohl die Nähe zu Edvard Grieg und Johannes Brahms, mit denen die Komponistin befreundet war. Aber in jedem einzelnen Stück zeigte sie  ganz individueller Stil. Mit den Ausdrucksmöglichkeiten der Violine bestens vertraut hat Amanda Maier wunderbare Miniaturen geschrieben, kann man Begeisterung von Liv Migdal für diese sehr innige Musik verstehen. Feinste Schattierungen wussten die beiden Musikerinnen in ihr fast klangmalerisches Spiel zu integrieren. Für das Finale hatten Liv Migdal und Shaghajegh Nosrati die „Sonate für Violine und Klavier Nr.2 G-Dur op. 13“ von Edvard Grieg gewählt. Dieses Werk begeistert mit seinen folkloristischen Elementen, spannt den Bogen von der Lebendigkeit eines norwegischen Springdans bis hin zur schlichten Volksmelodie. An diesem Abend konnte die Sonate bei so versierter Spielweise ihren ganzen Glanz entfalten. Mit Energie und Leidenschaft spielte das Duo bei den lebendigen Sätzen, wurde der wunderbar melodische Mittelsatz zu einem zu Herzen gehenden Erlebnis.

Dieses Konzert hat die Konzertreihe im Haus der Klaviere um eine ganz innige  Facette bereichert und wird sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben."

Text und Fotos:

© Axel Engels