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Meisterkurs Chopin auf historischem Pleyel Flügel


Und so erlebten die Teilnehmer, dass in der historischen Mechanik ohne Repetitionseinrichtung eine Taste ganz losgelassen werden muss, bevor sie wieder angeschlagen werden kann. Eine Selbstverständlichkeit? Keineswegs, muss man sich doch plötzlich um die Finger kümmern, die gerade nicht anschlagen, sondern vielleicht etwas „faul“ auf der Klaviatur liegen und die Taste so für den nächsten Anschlag blockieren.

Aber dieser Aspekt war nur der kleinste Teil, der für die insgesamt 9 aktiven Teilnehmer den Unterschied zum modernen Instrument ausmachte, welches natürlich ebenfalls als Unterrichtsinstrument genutzt wurde: die Direktheit der Tonformung durch den Finger, die Transparenz des Klangbildes und die unterschiedlichen Register, die der Flügel im Unterschied zum modernen Instrument geradezu kultiviert, all dies lädt dazu ein, Chopin neu zu erleben und diese Erkenntnisse durchaus auf den modernen Flügel zu übertragen.

Durch die sehr sympathische Art des Unterrichts kam  eine schöne und familiäre Atmosphäre auf, die auch in den Pausen zu regem Austausch unter den Teilnehmern führte. Für die Verpflegung war ebenfalls gesorgt, wie Im Haus der klaviere üblich waren die meisten Speisen selbst gemacht. Von der Klavierpädagogin über den Studenten bis zum klavierliebenden Bäckermeister war das Spektrum weit gestreut. Alle waren sich einig, dass solch ein Format dringend wiederholt werden muss!

Krönung des Wochenendes war dann das Konzert am Sonntag, 25.11. um 18 Uhr, dort mussten dann Sheila Arnold und Tobias Koch selbst ihr Können zeigen: vor absolut ausverkauftem Haus erlebten ca. 150 Gäste ein ganz besonders gelungenes „Konzert bei Kerzenschein“!